irmi and more

2007-05-21

Endlich ist es soweit - "CACHÉ"

Auf diesen Film habe ich lange gewartet. Nein, nicht dass er nicht schon 2006 in den Kinos zu sehen gewesen wäre, aber ich habe es verabsäumt ihn mir anzusehen. Nun endlich ist er im Fernsehen.
Ein französischer Film, mit all den uns so eigenartig erscheinenden Methoden des Französischen Genre. Ich freue mich, wenn ich dann endlich eine ruhige Minute habe, um ihn mir voll Genuss reinzuziehen *g*

Verunsicherung ist sein Geschäft, Verwirrung, und Verstörung. Michael Haneke macht keinen Hehl daraus, dass es den Leuten unwohl werden soll in seinen Filmen. Er braucht dazu keine große Verschwörungstheorie, sondern nur die Insistenz des Blicks.

Der Blick, den man nicht kontrollieren kann
die sinnlose Unscheinbarkeit des Alltags als Gegengift gegen die Hektik der inszenierten Ereignisse und Gefühle.
Bei Haneke bedeutet die Präsenz des Bands den reinen Terror, das Gefühl, unter Beobachtung zu stehen, im Netz eines fremden, unbekannten Blicks, provoziert Klaustrophobie.


Erinnerung
Gewalt ist das Thema des Films, psychische, aber auch blutige physische Gewalt. Der 17.Oktober 1961 ist ein Tag, an dem man festmachen könnte, worum es dabei geht. Majids Eltern waren an diesem Tag bei einem Protestmarsch dabei, den algerischer Immigranten gegen die französische Algerienpolitik organisiert hatten, die Polizei schlug die Demonstration gewaltsam nieder, es gab Dutzende Tote, Leichen, die die Seine hinabschwammen.

Gewalt wie diese taucht in den Bildern von Hanekes Film nur selten auf, und wenn, dann ist sie grotesk domestiziert, auf einem Flachbildschirm, der in ein wandfüllendes Bücherregal eingepasst ist. Hier verlieren die Bilder von den aktuellen Greueln der Welt ihre Schrecklichkeit....

Labels: